Individuell, ingenieursmäßig und mit Menschenverstand

Veröffentlicht am

Kategorie

Brandschutz im Holzbau

Zentrum HOLZ, den 08.12.2020

Da ich in diesem Jahr bereits an einigen Web-Seminaren teilgenommen habe, muss ich sagen, dass dieses mit Abstand eines der Besten war. Die Referentin war sehr gut, die Technik hat sehr gut funktioniert, aber auch das drum herum hat mir sehr gefallen.“

Feedback eines Online-Teilnehmers

Das Hybrid-Seminar Brandschutz im Holzbau wurde am  08.12.2020 im Zentrum HOLZ im Rahmen der Plattform  Bauen mit Holz.NRW veranstaltet.  An dem Hybrid-Seminar nahmen rund 110 Personen teil, dieses Mal aufgrund der angespannten COVID-19 Situation fast ausschließlich online. Das halbtägige Hybrid-Seminar wurde durch die AKNW und IK-Bau NRW mit jeweils 4 Punkten anerkannt.

Moderator Martin Schwarz begrüßt die Teilnehmer zum Hybrid-Seminar „Brandschutz im Holzbau“. Die Darstellung für die Online-Teilnahme wird entsprechend der Situation angepasst.

„Individuell, Ingenieursmäßig und mit Menschenverstand“, so beschrieb Bauingenieurin Annette Clauß, Fachberatung Bauen mit Holz.NRW, die Brandschutzplanung im Holzbau, die bei jedem Projekt neu zu durchdenken ist. Die Anforderungen an den Brandschutz sind mit der Gebäudeklasse korreliert: „Je mehr Menschen von einer Gefahrensituation betroffen sind, desto spezifizierter sind die Anforderungen an die Gefahrenabwehr“, so Clauß. Neben den material- und bauteilspezifischen Lösungen des Holzbaus wurden die Regelwerke und Normen, insbesondere die Anforderungen der BauO NRW 2018 und der aktuelle Entwurf zur MHolzBauRL für das Bauen mit Holz in den Gebäudeklassen 4 und 5  vorgestellt und deren Umsetzung anhand von Beispielen erläutert.

Doch auch nach dem Bau des Gebäudes bestehen weiterhin Anforderungen an Bauplaner und Bauherren bezüglich des Brandschutzes, zu denen beispielsweise die Fortführung und Anpassung des bestehenden Brandschutzkonzeptes bei einer Änderung der Nutzung oder der umgebenden Infrastruktur gehört. Selbst die Sanierung nach einem Brandfall beschädigter Holzgebäude wurde nicht ausgespart und Möglichkeiten der Schadensbeseitigung, wie z.B. durch den Austausch von beschädigten Bauteilen, gezeigt.

Dipl.-Ing. Annette Clauß ist für die Holzbaufachberatung der Landesplattform Bauen mit Holz.NRW tätig, welche deutschlandweit in Form von kostenlosen Startberatungen den Holzbau fördert.

Die Veranstaltung wurde u.a. durch die kommunalen Spitzenverbände in NRW beworben. Der Teilnehmerkreis umfasste Architekten und Ingenieure, darunter viele Mitarbeitende aus Kommunen, Bauaufsichtsbehörden und Brandschutzdienststellen, welche auch die größte Teilnehmergruppe darstellten. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Unternehmen und Beschäftigten des Zimmererhandwerks und Holzbaugewerbes sowie Studierende der Fachrichtungen Bauingenieurswesen und Architektur.

Die Online-Teilnehmer bewerteten in den Feedback-Umfragen sowohl das Seminar im Ganzen als auch die Fachkompetenz der Referentin und die Vortragsqualität überwiegend mit der bestmöglichen Beurteilung „gut“. Von insgesamt 14 Online-Umfragen wurden im Schnitt 11 beantwortet, woran sich eine hohe Aufmerksamkeit der Teilnehmenden ablesen lässt.


Bildquelle: PK-Media Consulting GmbH